Ihr Verdauungssystem ist unglaublich. Es leistet so viel, ohne dass wir es überhaupt bemerken. Vom Aufspalten der Nahrung in Nährstoffe und Energie über das Ausscheiden von Abfallstoffen bis hin zu einer Schlüsselrolle für die Immungesundheit – ein gesunder Darm kann einen enormen Einfluss auf Ihr allgemeines Wohlbefinden haben1,2.
Was Sie essen und wie Sie leben, kann das Wohlbefinden Ihres Verdauungssystems beeinflussen3.
Eine nährstoffreiche, ausgewogene Ernährungsweise kann dazu beitragen, alle Zellen Ihres Körpers zu versorgen – auch jene in Ihrem Verdauungstrakt. Ihr Gehirn und Ihr Verdauungstrakt stehen über eine Reihe von Signalen in ständiger Verbindung. Zwischen Ihrem Darm und Ihrem Gehirn werden unglaublich viele Informationen ausgetauscht – so viele, dass das Nervensystem in Ihrem Verdauungstrakt oft als das „zweite Gehirn“ des Körpers bezeichnet wird.
Hinzu kommt, dass Ihre Darmflora eine wichtige Rolle für die Immunabwehr spielt und die Zellen, die Ihren Verdauungstrakt auskleiden, als physikalische und biologische Barrieren gegen mikrobielle Eindringlinge wirken2. All diese Systeme tragen dazu bei, Ihren Körper vor Bakterien und Viren zu schützen, die Sie krank machen könnten.
Tun Sie genug für Ihr Verdauungssystem? Wir haben einige Tipps zusammengestellt, die Ihnen zu einem optimalen Wohlbefinden des Darms verhelfen.
Ballaststoffe, Flüssigkeit und Verdauungsgesundheit
Eines der wichtigsten Dinge, die Sie für Ihre Verdauungsgesundheit tun können, ist sicherzustellen, dass Sie genügend Ballaststoffe* zu sich nehmen. Ein durchschnittlicher Mensch sollte 25-30 Gramm Ballaststoffe pro Tag aufnehmen5. Bei Ballaststoffen denken die meisten Menschen an die Substanz, die den Verdauungsprozess in Bewegung hält – und bestimmte Ballaststoffe tun genau das*. Doch nicht alle Ballaststoffe wirken auf die gleiche Weise, weshalb wir häufig von zwei Arten von Ballaststoffen sprechen.
Unlösliche und lösliche Ballaststoffe können auf unterschiedliche Weise wirken. Ihr Verdauungssystem beherbergt Billionen von Mikroorganismen und setzt sich zudem aus Tausenden von Arten zusammen6. Diese Bakterienkolonie wird als Darmmikrobiota bezeichnet. Die Darmmikrobiota ist wie ein kraftvolles Ökosystem, das gute und schlechte Bakterien enthält. Die Darmmikrobiota jedes einzelnen Menschen ist einzigartig und auf ihn und seine gesundheitlichen Bedürfnisse zugeschnitten.
Sie können nützliche Bakterien in Ihren Körper einbringen, indem Sie Probiotika verzehren, die in bestimmten Lebensmitteln enthalten sind. Dazu gehören Joghurt und Kefir, saure Gurken, Sauerkraut, Misopaste und Oliven7.
Bewegung, Stress und Verdauungsgesundheit
Regelmässige Bewegung kann die Verdauungsgesundheit auf verschiedene Weise unterstützen. Wenn sich Ihre Muskeln beim Training zusammenziehen und Ihre Atmung tiefer wird, wird Ihre Darmmuskulatur angeregt, was wiederum hilft, die Nahrung durch Ihren Körper zu befördern8.
Es ist allgemein bekannt, dass Bewegung ein gutes Mittel ist, um Stress abzubauen; sie kann aber auch dazu beitragen, Verdauungsbeschwerden zu beruhigen und zu lindern, die als Reaktion auf negative Emotionen auftreten können9.
Die Verbindung zwischen Ihrem Gehirn und Ihrem Darm haben Sie vermutlich schon selbst erlebt – in Form einer „Bauchreaktion“. Wenn Stress oder Angst aufkommen, sendet Ihr Gehirn ein Signal an Ihren Darm – und ehe Sie sichs versehen, rumort es in Ihrem Magen.

